Gut gebloggt ist auch daneben! Best of Betty – neu von Juma KliebensteinBetty ist 14 und hat seit ihrem Geburtstag endlich einen eigenen Laptop! Grund genug ihr chaotisches Leben mit anderen zu teilen: sie schreibt einen Blog. Dabei geht es nicht nur um die Größe des Busens (gleich null …) und die Frage, wie man am besten an Jungs rankommt (Erfolg: ebenfalls gleich null), sondern auch um Mütter, die bei der Geburtstagsparty Kakao anbieten, aus der Hose hängende Klopapierfetzen oder Babysitterjobs, die völlig schiefgehen. Betty scheint Fettnäpfchen einfach magisch anzuziehen!Lustig, ehrlich, zum Wiedererkennen und Schlapplachen für junge Mädchen erzählt der Roman authentisch im Social-Network-Stil. (Quelle: Oetinger Verlag)
Warum gerade dieses Buch? Es ist PINK! =) Die Aufmachung mit den vielen Illustrationen im Buch haben meinen Geschmack getroffen und sind enorm süß und sehr kitschig. Also genau was für junge Mädels oder jung gebliebene Frauen =) Das Thema..Pupertätsprobleme... und ich entdecke mich im Alter von 14 Jahren wieder und erinnere mich an meine turbulente Pupertätszeit. Tauschen möchte ich mit Betty auf keinen Fall. Ich bin froh, dass ich die Zeit überstanden habe, aber zu lesen, was sie gerade durchmacht, weil bei ihr eh alllllles gaaaanz schlimm ist, macht enorm viel Spaß.
„Du
glaubst, dass niemand dich versteht, möchte ich ihm gerne sagen,
aber du irrst dich. Ich verstehe dich. Du bist nicht alleine“
(
S. 36; Z. 20)
Erster Satz:
Ich
starre auf die kleinen, reglosen, verbrannten schwarzen Körper, die
das abblätternde Weiß des Fensterbrettes sprenkeln.
Um was geht
es?:
Eine
Liebesgeschichte, die nicht sein darf - Bruder und Schwester
verlieben sich ineinander.
Die
16 Jährige Maya und der 18 jährige Lochan wachsen mit ihren drei
weiteren Geschwistern in einer durchweg zerrütteten Familie auf. Der
Vater hat sich aus dem Staub gemacht, während die Mutter deswegen
Trost bei ihrem neuen Freund und dem Alkohol sucht. Sie
vernachlässigt die Familie immer mehr, bis sie kaum mehr daheim
aufzufinden ist.
Maya
und Lochan versuchen mit aller Kraft, die Familie zusammen zu halten
und übernehmen die Elternrolle für ihre jüngeren Geschwister.
Durch
diesen starken Zusammenhalt kommen sich die beiden immer näher!
Meine
Meinung:
Das
Erste, was mir auffiel, als ich das Buch aufschlug, war das fehlende
Lesebändchen. So ein schön aufgemachtes Buch, wo einfach alles
stimmig war, dem hätte das Lesebändchen auch noch gut getan.
Das
Cover gefiel mir von Anfang an sehr gut. Das schlichte Weiß mit den
Rosenblättern und dem Herz aus Dornen.
Es
sieht nicht nur gut aus sondern passt auch sehr gut zur Geschichte –
eine Liebe, die nicht sein darf.
Ich
fand beim Lesen sehr schnell in die Geschichte rein und war von
Anfang an von der Geschichte gefesselt, sodass ich das Buch nur
schwer zu Seite legen konnte.
Am
Anfang beschreibt die Autorin das Familienleben, dies fand ich
persönlich sehr gut. Man sieht in was für einer schwierigen
Situation sich die Familie befindet. Außerdem lernt man die
Protagonisten von vorneherein kennen ohne gleich in eine
Liebesgeschichte hineingeworfen zu werden.
Diese
Liebesgeschichte baut sich erst nach und nach auf und man kann
zusehen wie Maya und Lochan sich langsam annähern.
Da
man abwechselnd aus der Sicht von Maya und dann wieder Lochan ließt,
weiß man immer was für ein Gefühl in den beiden vorgeht.
Die
Gefühle, die zwischen Maya und Lochan entstehen und die Gefahr und
Angst, mit der sie sich deswegen auch auseinander setzen müssen,
kann die Autorin einfach fabelhaft beschreiben. Die ganze Gefühlswelt
der beiden war so greifbar, dass ich durchweg mitgelitten habe und
ständig mit Tränen und Gänsehaut zu kämpfen hatte.
Die
Thematik des Buches ist keine Einfache. Im Unbewussten hat man
einfach eine Abneigung dagegen, man kann es sich einfach nicht
vorstellen seinen Bruder/seine Schwester zu lieben. Aber mich hat das
die Autorin teilweise einfach vergessen lassen, auch wenn ich
versucht habe es mir immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.
Einerseits
will man, dass die beiden glücklich werden, wünscht sich, dass sie
keine Geschwister wären aber andererseits ist dort immer der
Gedanke, dass die Liebe falsch – nicht richtig – ist.
Das
ganze Buch über hatte ich einen inneren Zwiespalt.
Das
Ende war auch sehr spektakulär, mit dem ich gar nicht gerechnet
habe.
Fazit:
Ein
Buch, das unter die Haut geht und meine Augen nicht trocken gelassen
hat und über dass man auch noch Tage danach nachdenkt. Ich kann es
einfach nur empfehlen!
Autor:
Tabitha
Suzuma wurde 1975 als Tochter einer Engländerin und eines Japaners
in London geboren und ist die älteste von fünf Geschwistern.
Sie
fing bereits in frühen Jahren mit dem Schreiben an und tat dies am
liebsten während des Unterrichtes in ihrer verhassten Schule. Mit 16
Jahren bracht Tabitha Suzuma die Schule ab und jobbte als
Tanzlehrerin und in einem Center für Kinder mit zerebraler
Kinderlähmung. Nach dem Studium der französischen Literatur am
King´s Cross College London arbeitet sie als Lehrerin für Englisch
als Fremdsprache, in der IT, als freie Übersetzerin und letztendlich
als Grundschullehrerin in der Long Close School in Berkshiren.
Derzeit
konzentriert sich Tabitha Suzuma auf das Schreiben und arbeitet
nebenbei weiterhin als Privatlehrerin für Englisch und an der
Latymer Upper School in Hammersmith